Der Kampf hat sich gelohnt: Orbán ist Geschichte
Hupende Autos, laute Musik, singende Menschen und Sprechchöre: Wer am Wahlabend durch Budapest lief, bekam das Gefühl, Ungarn hätte gerade die Fußball-WM gewonnen. Was sich hier Bahn brach war Erleichterung und Euphorie. Ungarn hat eine neue Zukunft – ohne Viktor Orbán. Nach 16 Jahren haben die Ungarinnen und Ungarn Orbán und seinen korrupten Mafiastaat abgewählt.
Das Signal von Ungarn an die Welt ist klar: Das Volk kann Autokraten stürzen, auch wenn das System von einer korrupten Partei-Elite gekaperte wurde. Die AfD, Le Pen und das Weißen Haus werden Orbáns Niederlage mit Schrecken verfolgt haben. Seit Jahren eifern sie Orban nach und haben im Wahlkampf alles für ihn gegeben. Dennoch ist die Ikone der illiberalen Europafeinde nun gescheitert – an der desaströsen Wirtschaft, der Korruption und an seinem eigenen unfairen Wahlsystem.
Das Ergebnis zeigt auch: Es lohnt sich zu kämpfen. Das gilt für die Menschen in Ungarn. Das gilt aber auch für uns in Brüssel. Es lohnt sich, für europäische Werte einzustehen, mit Worten, aber auch mit härteren Bandagen. Im EU Parlament haben wir lange dafür gekämpft, Orban die EU Milliarden einzufrieren. Am Ende mit Erfolg.
Nun müssen wir dafür sorgen, dass so etwas wie Orbán der Europäischen Union nie wieder passieren kann. Wir müssen das Prinzip der Einstimmigkeit abschaffen. Nur so können wir verhindern, dass Europa bald vom nächsten Autokraten erpresst wird.
Diese Woche aber feiern wir Ungarns Rückkehr in den Club der Demokratien.
Was bedeutet die Wahl für Europa? Antworten gibt es bei diesen Veranstaltungen. Kommt vorbei!
- Webinar am 13. April um 20 Uhr
- Insta-Live am Mittwoch 15. April um 20 Uhr @europafreund / @toni_hofreiter